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Großer Erfolg für den Wildtierschutz: Frankreich verabschiedet historisches Gesetz

Manchmal kann eine Veränderung in Form eines großen Sprungs erfolgen, wie das französische Parlament und der Senat diese Woche bewiesen haben. Frankreich, das beim Tierschutz jahrelang hinter anderen EU-Ländern zurücklag, hat heute das erste Tierschutzgesetz in seiner Geschichte verabschiedet. Dieses historische Gesetz beinhaltet ein landesweites Verbot der Verwendung aller Wildtiere in Wanderzirkussen, das innerhalb von sieben Jahren vollständig in Kraft treten wird. Die Zucht, der Kauf und der Verkauf von Wildtieren im Zirkus werden innerhalb von 2 Jahren verboten sein. Das Gesetz sieht außerdem vor, dass Frankreich eine Positivliste erstellt, um den Handel mit exotischen Haustieren zu regeln. Damit ist Frankreich der 8. EU-Mitgliedstaat, der diese wichtige Maßnahme verabschiedet hat.

Vor genau einem Jahr kündigte die französische Regierung mehrere lang erwartete Maßnahmen an, um das Leben von Wildtieren in Gefangenschaft zu verbessern. Nämlich ein Verbot der Verwendung von Wildtieren in Wanderzirkussen, ein Verbot der Nerzzucht zur Pelzgewinnung und ein Verbot der Verwendung von Orcas und Delfinen in Delfinarien. Im vergangenen Jahr haben das französische Parlament und der Senat intensiv an der Ausarbeitung eines Tierschutzgesetzes zur Umsetzung der angekündigten Maßnahmen gearbeitet. Heute wurde dieses Gesetz endgültig verabschiedet, und zwar in einer Weise, die unsere Erwartungen übertroffen hat! Der Gesetzentwurf sah nicht nur die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen vor, sondern enthielt auch wichtige zusätzliche Maßnahmen, wie die Erstellung einer Positivliste sicherer und geeigneter Heimtierarten.

„Dieses Gesetz ist ein unglaublich wichtiger Meilenstein“, sagt David van Gennep, Geschäftsführer von AAP. „Seit Jahren ist Frankreich das Land, aus dem wir die meisten Zirkustiere retten, und das Land, aus dem wir die meisten Rettungsanfragen für exotische Haustiere erhalten. Wir haben gesehen, welch herzzerreißendes Leid Zirkustiere und exotische Haustiere dort ertragen müssen, und die Tatsache, dass Frankreich endlich gesetzliche Schritte unternommen hat, um diese beiden Praktiken zu beenden, ist ein zweifacher Sieg!“

Mit diesem neuen Gesetz ist Frankreich der 25. EU-Mitgliedstaat, der die Verwendung von Wildtieren in Zirkussen einschränkt, und der achte und größte EU-Mitgliedstaat, der sich für eine Positivliste zur Regulierung des Handels und der Haltung exotischer Haustiere entschieden hat. „Wir sind sehr stolz auf unsere Partner in Frankreich, die unermüdlich daran gearbeitet haben, die notwendige politische Unterstützung für diese Maßnahmen zu schaffen, und denen dies jetzt auch gelungen ist“, sagt Alejandra San Quirico, Leiterin der Abteilung Gesetzgebung und Politik bei AAP. „Wir werden unsere französischen Partner weiterhin in jeder erdenklichen Weise unterstützen, um sicherzustellen, dass dieses Gesetz schnell, effektiv und so gut wie möglich umgesetzt wird. Die Verabschiedung dieses Gesetzes zeigt auch, dass es in Europa eine wachsende Dynamik für Vorschriften gibt, wie sie AAP auf gesamter EU-Ebene sehen möchte. Unser Kampf für ein EU-weites Verbot von Wildtieren in Zirkussen und eine EU-Positivliste wird unvermindert weitergehen, aber wir sind diesem Ziel jetzt einen Schritt näher gekommen!“

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