Tiere in der
Unterhaltungsindustrie

Löwe Govani wurde schwer vernachlässigt aufgefunden in einem kleinen Käfigwagen aus einem spanischen Zirkus.

Zur Unterhaltung ausgenutzt

Wer kennt die Bilder nicht: Löwen, die im Zirkus durch Reifen springen, ein Tiger, der in einem Film „mitspielt“, ein angezogener Berberaffe, der mit Touristen aufs Bild muss…

Bei AAP nehmen wir viele Tiere auf, die zur Unterhaltung der Menschen ausgebeutet wurden, wie zum Beispiel den stark vernachlässigten Zirkuslöwen Govani. Er war unterernährt, mit Wunden übersät und hatte sich vor lauter Stress sogar einen Teil seines Schwanzes abgebissen. AAP setzt sich für die Bekämpfung dieses Tierleids ein und streitet für ein europäisches Verbot von Wildtieren in Zirkussen.

Grausames Leben

Der Zirkus ist in Europa immer noch eine gängige Form der Unterhaltung. Auch heute noch werden Tausende von Wildtieren, wie Affen, Tiger und Löwen, gezwungen, Auftritte zu absolvieren und Menschen zu unterhalten.

Das mag für die Öffentlichkeit harmlos aussehen, aber die Tiere zeigen dieses unnatürliche Verhalten nicht einfach so: Oft gehen ihm grausame Trainingsmethoden voraus.

Vor und nach den Vorstellungen werden die Tiere oft für lange Zeit (allein) in engen Zirkusanhängern eingesperrt, in denen sie auch transportiert werden, wenn der Zirkus an einen neuen Ort weiterzieht.

Löwe Govani im dreckigen Zirkuskäfig.

Regelmäßige Unfälle

In unseren Rettungszentren sehen wir, was dieses Leben als „Entertainer“ einem Tier antut: Die überwiegende Mehrheit der Tiger, Löwen und Affen aus Zirkussen hat gesundheitliche Probleme, Verhaltensstörungen und/oder wurde vernachlässigt. Sie sind z. B. abgemagert, lecken sich übermäßig, haben verwachsene Knochen oder ausgerissene Krallen und Zähne.

Auch für die öffentliche Sicherheit wäre es viel besser, Wildtiere in Zirkussen zu verbieten, denn es kommt regelmäßig zu Unfällen. Im Zeitraum von 1997 bis 2021 gab es beispielsweise 478 Vorfälle, an denen 889 wilde Zirkustiere beteiligt waren. Zum Beispiel Elefanten, die auf die Zuschauertribüne fallen, Tiger, die ihren Dompteur angreifen, oder an Unfälle auf der Autobahn, nach denen wilde Tiere frei herumlaufen.

Lösung

AAP setzt sich für ein europäisches Verbot von Wildtieren in Zirkussen ein. Unter anderem dank der Bemühungen von AAP gibt es in den Niederlanden bereits seit 2015 ein Verbot für exotische Säugetiere in Zirkussen. Auch zahlreiche andere EU-Länder haben bereits ein (teilweises) Verbot erlassen, teilweise auf Druck von AAP und anderen Tierschutzorganisationen.

Zeit für ein Verbot

Solange jedoch in einigen EU-Ländern Zirkusse mit Wildtieren erlaubt sind, werden die Probleme in der gesamten EU fortbestehen. Dann werden die Tiere immer noch kreuz und quer durch Europa transportiert, auf ihrem Weg in die EU-Länder, wo sie weiterhin auftreten dürfen. Es ist daher höchste Zeit für ein Verbot in der gesamten Europäischen Union!

Die Geschichte von
Löwe Govani
Der Löwe Govani wurde zusammen mit Silas und dem Tiger Keni in einem spanischen Zirkus eingesetzt. Als der Zirkus aufhörte, Tiernummern vorzuführen, wurden die Tiere in ihren schmutzigen Käfigen voller Exkremente zurückgelassen.

Um Govani war es am schlimmsten bestellt. Er war nicht nur sehr abgemagert, sondern man hattte ihm auch die Krallen ausgerissen und die Zähne herausgebrochen. Vor lauter Stress hatte er ein Stück seines eigenen Schwanzes abgebissen.

Bei AAP konnte er sich erholen und Govani läuft und rennt wieder wie ein echter Löwe!